Erfolgsrezept für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge:
Gute Planung und Begleitung durch Profis.

Das Thema Nachfolgeregelung stellt sich irgendwann jedem Unternehmer – ob aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen oder weil berufliche oder persönliche Veränderungen gewünscht sind.

Nicht immer finden sich Nachfolger für das eigene Lebenswerk in der eigenen Familie oder im Betrieb. Die Folge: es muss ein externer Käufer gefunden werden. Ein Vorhaben, welches laut kürzlich veröffentlichtem `KfW-Nachfolgemonitoring Mittelstand 2021` nicht einfach ist. Die befragten Unternehmen nannten mit Abstand als häufigste Hürde einer Nachfolgelösung `geeignete Nachfolgekandidaten zu finden` (76 %). „Umso wichtiger ist eine frühzeitige und fundierte Planung der eigenen Unternehmensnachfolge“, erklärt Knut Ropte, Geschäftsführer der norddeutschen Beratungsgesellschaft egev, die seit Jahren Unternehmensübergaben begleitet.

Die Nachfolgesuche sollte im Optimalfall einige Jahre vor dem angestrebten Wechsel beginnen. Ebenso sollte man Zeit für die notwendige Übergangsphase einkalkulieren. Schließlich geht es um die Übernahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einer Infrastruktur, eines Kundenbestands, eines Geschäftskonzepts und einer Marke.“

„Grundsätzlich ist die Begleitung des gesamten Prozesses durch einen qualifizierten Berater für beide Seiten empfehlenswert“, weiß Ropte aus Erfahrung. Ein unabhängiger Blick von außen hilft dabei, Emotionen und Geschäftliches objektiv voneinander zu trennen und stellt sicher, dass alle relevanten Angelegenheiten berücksichtigt werden.
 

Nachfolge oft vorteilhafter als Neugründung

Die gute Nachricht für Verkaufswillige: Für jedes gut aufgestellte Unternehmen finden sich Interessenten. Denn im Gegensatz zu einer Neugründung verspricht eine Übernahme Umsatz und Ertrag vom ersten Tag an. Die risikoreiche Anlaufphase von Null an entfällt. „Grundsätzlich bringt der Antritt einer Unternehmensnachfolge für den Käufer einige Vorteile mit sich“, sagt Ropte. „Ein vorhandener Kundenstamm und bereits etablierte Produkte oder Dienstleistungen sind die perfekte Startaufstellung. Auch die Übernahme eines eingearbeiteten Teams und von Büroräumen und Inventar ist zunächst einmal ein echtes Pfund, solange der Preis dafür stimmt.“

Und hier liegt ein weiterer Stolperstein bei der Unternehmensnachfolge – unrealistische Preisvorstellungen auf beiden Seiten. Laut `KfW-Nachfolgemonitor Mittelstand 2021` nannten 36 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Kaufpreiseinigung. Somit rangiert der Preis auf Platz zwei der Unternehmensnachfolge-Hürden.

Umso wichtiger ist auch hier eine gute Vorbereitung. Käufer und Verkäufer sollten für eine belastbare Wertermittlung einen Spezialisten hinzuziehen. Zu komplex sind die Fragestellungen bei einer Bewertung. Dabei gilt: ‘Price is what you pay. Value is what you get‘. „Erfahrungsgemäß rechnet die Verkäuferseite oft Lebensleistung – sprich: Schweiß, Tränen und Entbehrungen – beim Preisaufruf hinzu. Häufiges Ergebnis ist eine überzogene Kaufpreisvorstellung“, so Ropte, der schon einige Übernahmen hat scheitern sehen. „Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Verkauf ist schlussendlich – neben dem Faktor Zeit – häufig die Frage, ob sich der Marktpreis für die Firma mit den Preisvorstellungen des Verkäufers deckt, also ob es jemanden am Markt gibt, der bereit ist, die geforderte Summe zu bezahlen.“ Umso wichtiger ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren und durch einen eigenen Berater einen fairen Preis feststellen zu lassen.

Besser zertifizierte Unternehmensbewertung als Online-Tool

Das bedeutet natürlich nicht, dass Verkäufer ihr Unternehmen unter Wert verkaufen sollten, sondern zeigt vielmehr, dass eine professionelle Einschätzung von außen notwendig ist und die Chancen auf eine erfolgreiche Übernahme erhöht. „Dabei sollte die Bewertung grundsätzlich durch einen zertifizierten Unternehmensbewerter erfolgen und nicht durch ein schnelles Online-Tool“, empfiehlt Knut Ropte. „Nicht umsonst gilt die Unternehmensbewertung als Königsdisziplin der Betriebswirtschaftslehre.“

Automatisierte Bewertungen, die im Internet zu finden sind, sind zwar schnell und günstig, haben aber einen entscheidenden Nachteil: Sie geben häufig nicht den realen Wert wieder, weil sie mit der sogenannten Multiplikator-Methode arbeiten. Das ist ein einfaches Verfahren zur Unternehmensbewertung, das lediglich das in Transaktionspreisen verdichtete ´Preisfindungswissen´ des Marktes bezüglich vergleichbarer Unternehmen auf das zu bewertende Unternehmen überträgt. Spezifische Merkmale fallen dabei unter den Tisch, etwa regional betrachtete Kostenstrukturen und Umsatzmöglichkeiten. Zudem liefern die Tools keine Einschätzung der zukünftigen Entwicklung. Besser ist es, auf Fachleute mit der entsprechenden Expertise zu setzen, etwa auf einen Certified Valuation Analyst (CVA), die international am weitesten anerkannte Zertifizierung im Bereich der Unternehmensbewertung. 

Knut Ropte verfügt über diese Qualifikation und gibt zu bedenken: „Ähnlich vielschichtig wie die möglichen Bewertungsanlässe sind auch die Verfahren, um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Die eine, allgemeingültige Formel zur Berechnung des Firmenwerts gibt es nicht. Vielmehr existieren eine Reihe Verfahren, von denen jedes zunächst einmal einen unterschiedlichen Firmenwert ermittelt. Das liegt schlichtweg daran, dass jedes dieser Verfahren andere Faktoren einfließen lässt, bzw. diese unterschiedlich gewichtet. Das Erfolgsrezept einer fundierten Unternehmensbewertung liegt darin, das geeignete Verfahren auszuwählen, das am besten zur Art des Unternehmens und zum Anlass der Wertermittlung passt. Um sich einem fairen Preis anzunähern, müssen nicht selten verschiedene Bewertungsmethoden angewendet werden.“ Eine fachkundige Bewertung des Unternehmens muss dabei nicht teuer sein. Die egev bietet hierfür beispielsweise Paketleistungen an und ermöglicht einfache Bewertungen schon ab EUR 2.900,-. „Hier zu sparen wäre ohnehin der falsche Ansatz, denn eine unsachliche Kalkulation fällt einem irgendwann auf die Füße und kann wirklich teuer werden“, erklärt Ropte.


Interdisziplinäre Beraterteams decken auch steuerliche und juristische Aspekte ab

Über die Unternehmensbewertung hinaus umfasst das Angebot der egev auch Komplettpakete für eine sorgfältige Beurteilung des Zielunternehmens hinsichtlich steuerlicher und rechtlicher Verhältnisse. Hierbei arbeitet die Gesellschaft mit einem interdisziplinären Beraternetzwerk zusammen. Dies bietet allen Beteiligten die Sicherheit, dass im Übergabeprozess alle wichtigen Punkte berücksichtigt werden – von der Wertermittlung bis hin zur Vertragsgestaltung.

„Nicht zuletzt sind klar definierte Vereinbarungen zwischen früherem Inhaber und dem Neu-Unternehmer unabdingbar“ betont Ropte. Denn sowohl ein Klammern an die Vergangenheit, als auch ein allzu hastiges Ins-kalte-Wasser-Werfen ist dem gesamten Übergabeprocedere nicht dienlich“. Die Begleitung des gesamten Übernahmeprozesses durch erfahrene Berater hilft, nicht nur Aufgaben und Verantwortlichkeiten während der wichtigen Übergangsphase eindeutig zuzuweisen, sondern schlussendlich auch, zeit- und kostenintensive Fehlschläge zu vermeiden. Hier kann das Beraterteam der egev nachhaltig mit ihren Erfahrungen unterstützen. 

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